Print-Mailing-Formate: Werbebrief, Postkarte oder Selfmailer?

Werbebrief, Postkarte oder Selfmailer: Jedes Mailing-Format hat eigene Stärken bei Platz, Wirkung und Kosten. Der Vergleich hilft bei der Wahl und zeigt, welches Format Sie bei briefsenden.com online versenden können.

Von der Redaktion briefsenden.com · Stand: 23.10.2026

Stand23.10.2026

Vier Mailing-Formate nebeneinander: Werbebrief im Umschlag DIN lang, personalisierter Geschäftsbrief, Postkarte und gefalzter Selfmailer ohne Umschlag.

Das Format entscheidet, wie viel Platz Ihre Botschaft hat, wie der Empfänger sie zuerst wahrnimmt und was die Kampagne kostet. Der Vergleich der gängigen Print-Mailing-Formate hilft, diese Entscheidung zu treffen, bevor Text und Gestaltung beginnen.

Wie Formatwahl, Zielgruppe, Text und Erfolgsmessung zusammenhängen, zeigt der Überblick Print-Mailing: Planung, Gestaltung und Versand.

Mailing-Formate im Überblick

FormatStärkenGrenzenGeeignet für
Werbebrief im Umschlagviel Platz für Argumente, persönlich adressiert, Inhalt geschütztmuss erst geöffnet werdenerklärungsbedürftige Angebote, Neu- und Bestandskunden
Personalisierter Geschäftsbriefwirkt wie gewohnte Geschäftspost, sachlich, vertraulichwenig Gestaltungsspielraum, der Text muss überzeugenGeschäftskunden, Vertragskunden, Hinweise mit Angebot
Postkarte und Maxi-Postkartesofort lesbar, Bild im Vordergrund, kein Öffnen nötigwenig Platz, Inhalt für jeden sichtbarEinladungen, Erinnerungen, kurze Aktionen, Dank
Selfmailerviel Fläche, Antwortteil möglich, kein Umschlagaufwendigere Produktion, Falzung und PostvorgabenProduktvorstellungen, Aktionen mit Rückantwort

Klassischer Werbebrief

Der klassische Werbebrief besteht aus einem oder mehreren Blättern im Umschlag, oft ergänzt um Beilagen wie einen Prospekt oder eine Antwortkarte. Er bietet den meisten Platz für Argumente und ist persönlich adressiert. Weil der Inhalt verdeckt bleibt, eignet er sich auch für Angebote mit Preisen oder persönlichen Angaben.

Die Hürde ist das Öffnen. Ein erkennbarer Absender und ein sauber adressierter Umschlag geben dem Empfänger einen Grund dazu. Im Brief selbst zählen Betreff, Einstieg und eine klare Handlungsaufforderung. Wie Sie diese Teile aufbauen, erklärt der Ratgeber Werbebrief schreiben.

Personalisierter Geschäftsbrief

Der personalisierte Geschäftsbrief ist die schlichte Variante: ein Brief im Stil der normalen Korrespondenz, aufgebaut nach DIN 5008, mit Anrede, Unterschrift und ohne auffällige Werbegestaltung. Er wird eher als Nachricht wahrgenommen, die den Empfänger persönlich betrifft, und weniger als Werbung.

Das passt zu Geschäftskunden und zu Bestandskunden, denen Sie etwa eine Vertragsänderung erklären und dabei ein passendes Zusatzangebot machen. Weil die Gestaltung zurücktritt, tragen Betreff, Text und eine Ansprechperson mit Durchwahl die Wirkung.

Postkarte und Maxi-Postkarte

Postkarten werden ohne Umschlag verschickt. Der Empfänger sieht Bild und Botschaft, sobald er die Post in die Hand nimmt. Die Maxi-Postkarte ist größer und bietet mehr Fläche für Bild und Text.

Die Stärke ist zugleich die Grenze: Der Text muss in wenigen Sätzen funktionieren, und alles ist offen lesbar, auch für Mitbewohner oder Kollegen. Vertrauliche Inhalte, Vertragsdaten oder persönliche Preise gehören nicht auf eine Karte. Gut eignen sich Einladungen, Terminerinnerungen, ein Dank nach dem Kauf oder eine Aktion, die sich in einem Satz erklären lässt.

Maße und Porto für Postkarten legt die Deutsche Post fest. Die aktuellen Preise für Brief und Postkarte stehen im Ratgeber Briefporto 2026.

Selfmailer

Ein Selfmailer ist ein gefalztes Mailing ohne Umschlag. Das Papier selbst trägt Anschrift und Frankierung, innen liegt der Inhalt. Je nach Falzung entstehen mehrere Seiten, auf denen sich ein Angebot Schritt für Schritt entfalten lässt. Ein abtrennbarer Antwortteil, etwa ein Coupon oder eine Rückantwortkarte, lässt sich direkt einbauen.

Gegenüber der Postkarte bietet der Selfmailer mehr Platz, gegenüber dem Brief entfallen Umschlag und Kuvertieren. Dafür ist die Produktion anspruchsvoller, weil Falzung, Verschluss und Anschriftfeld zu den Vorgaben der Post passen müssen.

Selfmailer erstellen: Das klären Sie mit der Druckerei

  • Falzart: etwa Wickelfalz, Zickzackfalz oder Altarfalz. Sie bestimmt, in welcher Reihenfolge der Leser die Seiten sieht.
  • Papier: stabil genug, um den Postweg ohne Umschlag zu überstehen.
  • Verschluss: Klebepunkte oder Verschlussetiketten, damit sich das Mailing unterwegs nicht öffnet.
  • Anschriftfeld und Frankierung: Position, Größe und Lesbarkeit für die maschinelle Verarbeitung.
  • Maße und Gewicht: Sie entscheiden über die Portostufe. Prüfen Sie die aktuellen Vorgaben der Deutschen Post vor dem Druck.
  • Antwortteil: Perforation, Platz zum Ausfüllen und, falls gewünscht, eine Frankierung für die Rückantwort.
  • Muster: Lassen Sie sich vor dem Auflagendruck ein gefalztes Muster geben.

Gestaltungsmöglichkeiten

Neben dem Format beeinflussen weitere Entscheidungen, wie ein Mailing wirkt:

  • Umschlag: Größe, mit oder ohne Sichtfenster, Farbe und Aufdruck.
  • Papier: Stärke, Oberfläche und Struktur. Kräftiges Papier fühlt sich hochwertiger an, wiegt aber mehr.
  • Farbe: gezielt für Logo, Hervorhebungen und Bilder statt flächig überall.
  • Beilagen: Prospekt, Antwortkarte, Warenprobe oder Gutschein als eigenes Element.
  • Veredelung: Prägung, Lack oder Stanzung für besondere Anlässe.

Beim Online-Versand mit briefsenden sind Umschlag (DIN lang mit Sichtfenster) und Papier festgelegt, Beilagen sind nicht möglich. Gestalten können Sie den Brief selbst: Farbe oder Schwarz-Weiß, Logo, Bilder und ein QR-Code, im Editor oder in Ihrem eigenen PDF.

Kostenfaktoren

Welches Format günstiger ist, hängt von mehreren Kostenblöcken ab:

  • Porto: Format, Maße und Gewicht bestimmen die Briefart. Ein Standardbrief kostet bei der Deutschen Post 2026 0,95 €, größere oder schwerere Sendungen kosten mehr. Für große Werbeauflagen gibt es den Tarif Dialogpost mit Mindestmengen.
  • Druck: Farbe, Seitenzahl, Papier und Auflage.
  • Material und Veredelung: Umschläge, Beilagen, besondere Papiere.
  • Konfektionierung: Falzen, Kuvertieren, Beilagen einlegen, Adressieren und Frankieren.
  • Vorbereitung: Text, Gestaltung, Adressen und die Abstimmung mit Druckerei oder Lettershop.

Ein günstiges Format ist nicht automatisch das wirtschaftlichere. Entscheidend ist, was eine Reaktion kostet. Wie Sie das Budget aufstellen und durchrechnen, zeigt der Ratgeber Kosten eines Print-Mailings.

Entscheidungshilfe: Welches Format passt?

Ausgangspunkt ist das Ziel der Kampagne. Diese Zuordnung hilft bei der ersten Auswahl:

ZielPassendes Format
Ein erklärungsbedürftiges Angebot vorstellenWerbebrief im Umschlag
Geschäftskunden sachlich ansprechenpersonalisierter Geschäftsbrief
Bestandskunden informieren und ein Angebot machenpersonalisierter Geschäftsbrief
Zu einem Termin einladen oder daran erinnernPostkarte oder Werbebrief
Mit einem starken Bild auf eine kurze Aktion hinweisenPostkarte oder Maxi-Postkarte
Viel Fläche und eine Rückantwort ohne UmschlagSelfmailer
Preise, Vertragsdaten oder persönliche Angaben nennenBrief im Umschlag

Drei Fragen helfen zusätzlich: Wie viel muss der Leser wissen, um zu reagieren? Darf jeder mitlesen? Und wie viel Aufwand können Sie in Produktion und Versand stecken? Wie Format, Anlass und Ziel zusammenpassen können, zeigen die ausgedachten Szenarien der Print-Mailing-Beispiele.

Welche Formate briefsenden versendet

briefsenden.com versendet Briefe: Sie laden ein A4-PDF hoch oder gestalten den Brief im Editor. briefsenden druckt ihn in Schwarz-Weiß oder Farbe, einseitig oder beidseitig, kuvertiert ihn in einen Umschlag DIN lang mit Sichtfenster, frankiert ihn und liefert ihn bei der Deutschen Post ein. Damit eignet sich der Dienst für den Werbebrief und den personalisierten Geschäftsbrief, auch als Serienbrief an viele Empfänger.

BriefartSeitenPreis je Brief
Standardbrief1–3 Seitenab 0,91 €
Kompaktbrief4–8 Seitenab 1,28 €
Großbrief9+ Seitenab 2,23 €

Preise in Schwarz-Weiß, einseitig, beim günstigsten Coin-Kurs, inklusive Druck, Umschlag und Porto. Ein Brief kann bis 94 Seiten einseitig oder 188 Seiten beidseitig bedruckt umfassen. Alle Varianten und den Rechner finden Sie auf der Preisseite.

Der Tarif verändert nicht das Format: Für größere Werbeauflagen kommt Dialogpost infrage. Die Kosten und Mindestmenge erläutert der Kostenratgeber; kleinere Auflagen versenden Sie als Serienbrief.

Nicht im Angebot: Postkarten, Maxi-Postkarten und Selfmailer versendet briefsenden nicht, ebenso wenig Beilagen oder Sonderformate. Für diese Formate wenden Sie sich an eine Druckerei oder einen Lettershop.

Häufige Fragen

Kostenloser Testmodus – keine Kreditkarte nötig

Werbebriefe online versenden

Laden Sie Ihren Werbebrief als PDF hoch oder gestalten Sie ihn im Editor. Druck, Umschlag, Porto und die Einlieferung bei der Deutschen Post übernimmt briefsenden.

Keine Grundgebühr Keine Mindestmenge Pay-per-Letter